| Erfahrungswerte Grundstückskauf und anschließender Hausbau |
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22.01.24 07:40
Bersy  Madeira-Natternkopf
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Re: Erfahrungswerte Grundstückskauf und anschließender Hausbau
Hallo Marco , Für die nachträglich geforderten Unterlagen wurde die Frist versäumt so dass der Bauantrag erloschen war. Nur über einen Anwalt konnte der Antrag wider aktiviert werden. Im Bauantrag wurde die Adresse von Funchal angegeben sodass von der Behörde der schriftverkehr im Briefkasten in Funchal ankam wir aber über den verlauf des Genehmigungs- verfahren nicht informiert wurden. E-mails wurden nicht oder nur mit großer Zeitverlust beantwortet. Telefon nicht abgenommen. usw. Jetzt versucht die das Haus als leerstehend zu erklären obwohl der Bauantrag noch läuft. Herzliche Grüße Bersy
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22.01.24 15:02
Cojimar72nicht registriert
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Re: Erfahrungswerte Grundstückskauf und anschließender Hausbau
Hallo zusammen,
um auf den Themeneröffner und das, was Polarlicht schon geschrieben hat, zurückzukommen: Man kann natürlich auch auf Madeira ein bebaufähiges Grundstück erwerben und dort bauen.
Gegenfrage: Warum sollte man, wenn es Grundstücke mit Häusern gibt? Auch wenn die Preise steigen. Und nachhaltiger und schonender für die Insel ist, wenn nicht noch mehr Spritzbeton in neue Fundamente geht. Fakt ist doch, dass bei einem bebauten Grundstück und einigermaßen guter Substanz des Hauses der Stress mit Bauanträgen, Baugenehmigungen etc wegfällt. Da prüft halt ein Rechtsanwalt die Grundbucheinträge und das Steuerverzeichnis (was ist urbano, was ist rustico, stimmen die Flächenangaben und die Wohngenehmigung für das Haus) und gut ist.
Bau- und Handwerkerfirmen sowie Architekten sind meist mit den großen Projekten auf der Insel befasst. Da ist es halt schwer, jemanden zu finden, der das macht. Und das auch mit dem Aufttraggeber von Anfang bis Ende durchzieht. Und warum sind Handwerker schwer zu finden? Weil kaum jemand eine Website hat. Manchmal Facebook, meistens nix. Das brauchen die meisten auch nicht, weil sie gut zu tun haben. Und Bauen in Deutschland ist schon Stress (Projektkoordinierung, Gewerke abstimmen, Abnahme und Mängel). Will man das dann auch noch in einem Land machen, dessen Sprache man ggf. nicht beherrscht, wo ggf. die baurechtlichen Bedingungen anders sind und auch Handwerker etwas anders ticken (das meine ich überhaupt nicht negativ!).
Die Preise bei Idealista sind im übrigen schon die, über die bei Verhandlungen gesprochen wird. Das Problem mit idealista ist ein anderes: nicht selten stehen die Häuser nicht mehr zur Verfügung oder werden doppelt und dreifach angeboten. Das sehen die Makler eher locker und das frisst wirklich Zeit und Nerven. Es braucht also einen Makler, der den Einblick auf Madeira hat und weiss, wo neue Objekte gerade neu angeboten werden. Die gibt es. Sogar deutschsprachig. Weiteres Thema: Will man ein Objekt, braucht es Schnelligkeit: in der Entscheidung und im zur Verfügungstellen der Mittel. Insofern: Madeira ist kein Pflaster mehr, auf dem viel Zeit und Luft zum Verhandeln sind.
Gruß, Georg
Zuletzt bearbeitet am 22.01.24 17:17
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22.01.24 17:09
mst-home  Madeira-Natternkopf
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Re: Erfahrungswerte Grundstückskauf und anschließender Hausbau
Hallo Georg,
dnake für die Antwort!
Ich bin vollkommen bei dir, wenn du sagst, dass es nachhaltiger ist ein bereits vorhandenes Haus zu kaufen und zu renovieren. Außerdem stimme ich bei den Punkten mit dir überein, was die Genehmigungen angeht. In einer Bestandsimmobilie ist das sicherlich wesentlich einfacher, als bei einem Neubau, sofern man keine großen strukturellen Änderungen durchführt. Allerdings würde ich keinen Spritzbeton fürs Fundament nehmen 
Die Sache mit Idealista bestätigt meine Annahme bzw. generell, dass zwischen Interesse und Entscheid nicht sonderlich viel Luft ist. Meine Hoffnung war einfach, dass mir jemand was anderes sagt, aber das scheint bei der aktuellen Lage Wunschdenken zu sein.... Da wir aber nicht bei Wünsch dir was sind, werden wir wohl mit dem aktuellen Markt leben müssen.
Danke schonmal für die Tipps!
Gruß Marco
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19.06.24 19:57
marcusr_psnicht registriert
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Re: Erfahrungswerte Grundstückskauf und anschließender Hausbau
Ich habe letztes Jahr ein Grundstück mit altem Haus von privat über einen Makler gekauft. Alles komplett problemlos- der Makler war allerdings sehr engagiert und hat sogar bei der Kontoeröffnung geholfen und alle Dinge die auf dem Amt erledigt werden mussten. Auch die weitere Planung mit Vermessung des Grundstücks und Planung des Neubaus durch die Architektin verlief problemlos. Das Ganze muss nun genehmigt werden und dann kann auf Bauunternehmen zugehen. Dann wird’s wahrscheinlich etwas kniffliger. Kann gut sein, dass es auf Porto Santo einfacher ist - es ist wirklich wie ein Dorf wo jeder jeden kennt.
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21.09.26 00:14
mst-home  Madeira-Natternkopf
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Re: Erfahrungswerte Grundstückskauf und anschließender Hausbau
Ein kurzes Update zum Kauf eines Grundstückes:
Vorweg, wir haben eins gekauft (oder besser gesagt zwei) .
Nachdem wir eine Zeit lang, mal mehr, mal weniger intensiv, auf idealista.pt die Angebote für Grundstücke und Häuser verfolgt hatten sind wir letztendlich fündig in Ponta do Sol gewordern. Wir selbst hatten leider nicht die Möglichkeit kurzfirstig zur Besichtigung nach Madeira zu fliegen um uns selbst ein Bild zu machen. Durch einen Kontakt auf der Insel hatten wir eine Besichtigung per "Videocall". Da wir aber die Gegend recht gut kannten war das durchaus ausreichen.
Anschließend haben wir Kontakt zu einer Anwaltskanzlei aus Funchal aufgenommen, welche uns bei der Prüfung der Dokumente und den Notartermin unterstützt hat. Im Vorfeld wurden durch uns bzw. den Anwalt die folgenden Dokumente angefordert:
1. Registro predial Online 2. Certidao de Teor 3. BuPI (Balcão Único do Prédio)
Die beiden ersten Dokumente wurden uns überreicht und gemäß den Dokumenten hat das Grundstück eine Größe von 800qm. Das BuPi wurde angefragt und war aber noch ausstehend. Aus unserer Sicht ist das BUPi ein wichtiges Dokument, da dort der Grenzverlauf des Grundstücks eingezeichnet und die Größe des Grundsütkcs noch einmal bestätigt wird.
Da das Grundstück und der Preis uns zusagten wollten wir alles unter Dach und Fach bringen und haben ein Angebot abgegeben, welches auch akzeptiert wurde. Zu dem Zeitpunkt wird dann überlicherweise ein Vorvertrag (CPCV) gefertigt, der von beiden Parteien unterzeichnet wird und anschließend wird durch den Käufer eine Anzahlung beim Makler hinterlegt.
Tritt der Käufer zurück, dann ist die Anzahlung futsch. Tritt der Verkäufer zurück verpflichtet er sich eine Entschädigung in Höhe der Anzahlung zu leisten....
Unser Anwalt hat dann einen Vorvertrag (CPCV) aufgesetzt der das noch ausstehende BUPi zur Bedingung hatte. Sollten also im BUPi andere Dinge besätigt werden, als in unserem Angebot fixiert, dann könnten wir vom Verkauf zurücktreten und unsere Anzahlung zurückerhalten.
Letztendlich kam dann auch das BUPi. Allerdings war das Ergebnis ernüchternd... Das Grundsütck war am Ende nur halb so groß und der Schnitt war vosichtig ausgedrückt suboptimal.
Also: Rolle rückwärts und wir haben die Anzahlung zurückerhalten....
... Die Suche ging dann also wieder von vorne los....
Nach längerer Suche fanden wir dann wieder ein neues Grundstück (bzw. eigentlich zwei Parzellen die nebeneinander lagen und gemeinsam verkauft wurden).
Zunächst war alles wie beim ersten Grundstück, mit der Ausnahme dass die Maklerin (des Verkäufers) extrem engagiert war und auf unsere Anfragen schnell Antwortete und alle Infos beibrachte. Alle oben genannten Dokumente waren bereits bei unserer ersten Nachfrage vorhanden und es hat alles gepasst.
Zwischenzeitlich hatten wir uns noch etwas weiter informiert und wir haben uns dazu entschlossen noch ein PDM (Plano Diretor Municipal) bei der örtlichen Behörde durch den Verkäufer anfragen zu lassen. Im PDM teilt die Behörde dann mit, wie das Grundstück eingestuft wird und gibt Auskunft zur baurechtlichen Aspekten. (Liegt das Land in einer Feuerschneise, ist es Bauland, welche Richtlinien treffen zu etc.). Dabei handelt es sich um ein offizielles behördliches Dokument auf das man sich berufen kann. Laut unserem Anwalt hat das Dokument eine Gültigkeit von 2 Jahren. Allerdings hat man den Zettel schon mal und kann den, sofern es beim Bauantrag eine Diskussion gibt, nochmal in Waagschale werfern.
Ich würde also jedem raten vor Kauf des Grundstücks ein PDM einzufordern in dem baurechtliches Aspekte ziemlich klar geregelt sind. Allerdings liegen zwischen Anfrage und Ausstellung des Dokuments einige Monate. Unser Anwalt hatte den Vorvertag entsprechend formuliert, so dass wir ein Rücktrittsrecht hatten, sofern einer Bebauung etwas im Wege steht.
Schlussendlich fand der Notartermin statt als wir nicht auf Madeira waren. Unser Anwalt hatte uns per Vollmacht beim Termin vertreten und die Grundstücke in unserem Namen gekauft.
Der gesamte Prozess enthielt wesentlich mehr Details, allerdings würde das den Rahmen sprengen.
Sofern jemand Fragen hat meldet euch einfach per direkter Nachricht an mich.
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