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Madeira

Madeira

Auswanderung von Madeira nach Hawaii
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23.04.19 04:20
wauzih 

Administrator

Auswanderung von Madeira nach Hawaii

Hallo zusammen,
wie madbee ja schon bei den Veranstaltungen angekündigt hatte https://www.forum-madeira.eu/thread.php?...1&page=4#31
gibt es in nächster Zeit auf Madeira aus Anlass des 140-jährigen Jubiläums der ersten organisierten Auswanderung von Madeirensern nach Hawaii einiges an Ausstellungen etc.

Seltsamerweise haben die Nachkommen der ersten madeirensischen Einwanderer auf Hawaii dieses Jubiläum schon im vorigen Herbst gefeiert:
https://www.westhawaiitoday.com/2018/09/...igrants-arrive/
keine Ahnung, warum das anscheinend auf Madeira anders gerechnet wird.

Meinereiner hatte schon vor einiger Zeit angefangen, sich ein wenig für das Thema Auswanderung von Madeirensern zu interessieren,
und denn schon mal der Versuch einer Zusammenfassung der Auswanderung nach Hawaii,
die im wesentlichen eine Zusammenfassung der Veröffentlichungen von Ana Isabel Sprenger darstellen,
z.B. hier: http://aprenderamadeira.net/havai-emigracao-para-o/
(weitere Fussnoten folgen noch)

Und schon klar: mein Geschreibsel ist keine wissenschaftliche Arbeit oder so, und wenn jemand etwas dazu sagen kann,
auch wenn irgend etwas mal nicht ganz richtig erscheint, immer gerne.
Ich werd das eh in nächster Zeit noch nacharbeiten.

*tschaui*
's wauzih

23.04.19 04:22
wauzih 

Administrator

Re: Auswanderung von Madeira nach Hawaii

Hawaii wurde offiziell von James Cook am 20.Januar 1778 „entdeckt“, vermutlich war aber bereits eine spanische Expedition unter Juan Gaetano im Jahre 1521 auf den Inseln angelandet.
Die vorhandene Urbevölkerung bestand aus Polynesiern, und zu Beginn des 19.Jahrhunderts entstand aus den verschiedenen selbständigen Inseln nach mehreren garnicht mal so friedlichen Auseinandersetzungen im Jahr 1810 das „Königreich Hawaii“, dessen erster König Kamehameha I war.
Das Königreich Hawaii wurde von den meisten europäischen und asiatischen Regierungen als gleichberechtigter Partner anerkannt.


Der „Great Mahele Act“ von 1846 erlaubte es auch Ausländern Land auf den Hawaii-Insel zu erwerben, und so gab es bald größere Flächen im Besitz von Nordamerikanern, die hier vermehrt Zuckerrohr anbauten. Die Zuckerindustrie wuchs bis zum Ende des 19.Jahrhunderts zum bedeutendsten Wirtschaftszweig auf den Hawaii-Inseln, die den vorher dominierenden Walfang ablöste.

Bereits um 1850 soll es auf den Hawaii-Inseln einige Ansiedlungen ursprünglich von den Azoren und aus Madeira stammender Seefahrer -hauptsächlich Walfängern- gegeben haben, die sich dort niederließen.

In der Folge wurden auf den Hawaii-Inseln mehr und mehr größere Anbauflächen mit Zuckerrohr bebaut, wozu mehr Arbeitskräfte nötig waren, als auf den Inseln vorhanden waren.
Die ursprüngliche Inselbevölkerung war durch eingeschleppte Krankheiten sehr dezimiert worden,
und mit dem Ende der Sklavenarbeit fehlten überall Feldarbeiter, und so suchte man auch in den europäischen Ländern auswanderungswillige Menschen.

Der deutsche Botaniker und Arzt Dr. Wilhelm Hillebrand spielte in der ganzen Geschichte eine wesentliche Rolle.
Er kam 1850 nach Hawaii, gründete die dortige ärztliche Vereinigung,
war Leibarzt des Königs und zeitweise als Berater der hawaiianischen Regierung tätig,
und in deren Auftrag bereiste er mehrere Länder (u.a. China, Phillippinen, Indien) auf der Suche nach geeigneten Arbeitskräften für die Zuckerrohrplantagen auf Hawaii.
Nachdem er 1876 dann auch die Azoren und Madeira besucht hatte, empfahl er, sich wegen der bei den dort vorhandenen Erfahrungen im Anbau von Zuckerrohr,
aber auch der physischen Grundlagen sich um auswanderungswillige Arbeiter von den portugiesischen Inseln zu bemühen.

Die hawaiianische Einwanderungsbehörde entwarf dann ein Einwanderungsmodell, zusammen mit dem portugiesischen Honorarkonsul Jacinto Perreira, der aus Faial stammte und später seinen Namen in Jason Perry änderte.
Der erarbeitete Vertrag basierte auf einem Modellvertrag, der zuvor in englischen Kolonien -insbesondere in British-Guayana- entwickelt worden war, um den entstandenen Mangel an Arbeitssklaven durch Einwanderer auszugleichen.

In der Regel liefen diese Arbeitsverträge 3 Jahre bis 5 Jahre. Während der Laufzeit des Vertrages waren die eingewanderten Arbeiter verpflichtet, ausschließlich im Zuckerrohranbau zu arbeiten, wobei sie sich dann auch ausschließlich bei einem Arbeitgeber verdingen mussten. In Ausnahmefällen konnten sie in allseitigem Einverständnis den Arbeitgeber wechseln.
Nach Ablauf des Arbeitsvertrages konnten die Einwanderer dann frei über ihre weitere Tätigkeit entscheiden, und sie hatten dann auch das Bleiberecht auf Dauer.
.../...

23.04.19 04:23
wauzih 

Administrator

Re: Auswanderung von Madeira nach Hawaii

Im November 1878 trat dieses Abkommen zwischen den Königreichen Portugal und Hawaii in Kraft, wobei es später einige Male nachgebessert wurde. Sogleich wurde begonnen, in Portugal auswanderungswillige Zuckerrohrarbeiter anzuwerben.
Da die wirtschaftliche Situation insbesondere auf Madeira nicht die Beste war, fanden sich schnell etliche Aspiranten, die dann mit ihren Familien die Überfahrt antraten.
Als erste größere Ankunft werden dann im September 1878 an Bord des deutschen Segelschiffes „Priscilla“ nach 116 Tagen Seereise in Honolulu 180 Personen genannt (80 Männer, 40 Kinder und 60 Frauen), wobei in den Dokumenten des portugiesischen Konsulates lediglich ca. 120 Personen verzeichnet sein sollen.
Das nächste Schiff war die englische „Ravenscarg“, sie verließ den Hafen von Funchal am 23. April 1879,
nach 123 Tagen erreichte sie am 23.August 1879 den Hafen von Honolulu, mit 419 Passagieren, i.e. 133 Männer, 110 Frauen und 176 Kinder.
Warum die Ankunft der Ravenscarg aus madeirensischer Sicht seither als der Beginn der Einwanderung der „Pukiki“ *) angesehen und somit dann in 2019 das 140-jährige Jubiläum begangen wird, ist mir nicht ganz klar.
Als Abfahrtshafen der oben genannten "Priscilla" in den meisten Quellen Funchal genannt. https://en.wikipedia.org/wiki/SS_Priscilla

Eine Erklärung könnte das sein, was Dr. James John MacDonald 1982 in seiner Dissertation zum Thema „The ethnic Portuguese of Honolulu“ (Universität Honolulu) beschreibt.
Demnach wurde die Fahrt der „Priscilla“ von dem oben genannten Dr. Wilhelm Hillebrand mehr oder weniger als Experiment organisiert, um herauszufinden, wie die Madeirenser mit den Gegebenheiten auf Hawaii klarkommen würden.
Schon nach kurzer Zeit äußerten sich die Plantagenbesitzer äußerst positiv über die Kenntnisse und das Verhalten ihrer neuen Arbeiter, und so wurde dann eiligst eine zunächst provisorische Vereinbarung zwischen den Regierungen von Hawaii und Portugal geschlossen, deren endgültige Fassung erst 1882 unterzeicnhnet wurde.
Es wurde dann bereits Anfang des Jahres 1879 ein offizieller Schiffsagent in London damit beauftragt, eine erste „offizielle“ Überfahrt zu organisieren,
eben die der "Ravenscarg", die dann sich dann mit ihren Passagieren am 23.April 1879 ab Funchal auf den Weg machte.

In der Folge erreichten immer weitere Auswanderertransporte die Hawaii-Inseln, auch mit größeren Schiffen, und insgesamt werden es zwischen 1878 und 1913 ca. 20.000 Menschen portugiesischer Herkunft sein, die auf den Hawaii-Inseln heimisch wurden. Offiziell werden in portugiesischen Quellen 4.556 Menschen mit madeirensischer Herkunft genannt,
insgesamt sollen es offiziell 15.969 Einwanderer aus Portugal sein,
die Dunkelziffer dürfte aber erheblich höher liegen.


Quelle: en.wikipedia.org

Das Königreich Hawaii existierte nur bis 1893, nach einem Putsch wurde Hawaii zur Republik.

Auch diese bestand nicht sehr lange, im Jahre 1898 wurde Hawaii wegen der großen strategischen Bedeutung durch die USA annektiert,
und zu diesem Zeitpunkt erfuhren die Arbeitsverträge eine neuerliche Änderung,
wobei angeblich die in der US-Verfassung garantierte Freiheit des Einzelnen den Einwanderern größere Rechte als vorher garantierte,
und mittlerweile waren die eingewanderten Arbeitskräfte aufgrund ihrer Vorkenntnisse auch in den Zuckermühlen und auf den Ananasplantagen sehr gefragt.

In der Folge wurde Hawaii dann bekanntermaßen im Jahre 1959 zum 50.Bundesstaat der USA, wobei letztlich die eigentlichen Hawaiianer mehr und mehr in den Hintergund gedrängt wurden.

*) "Pukiki" = Spitzname für portugiesische (bin mir da nicht ganz klar, ob explizit madeirensische oder allgemein portugiesische ?) Einwanderer auf Hawaii, daher auch der gleichlautende Name der bekannten Bar in Calheta ;-)



.../...

Datei-Anhänge
Auswandererschiffe1.jpg Auswandererschiffe1.jpg

Mime-Type: image/jpeg, 345 kB

23.04.19 04:24
wauzih 

Administrator

Re: Auswanderung von Madeira nach Hawaii

Bereits von der ersten Generation wird berichtet, daß sich viele nach Ablauf der Arbeitsverträge in den verschiedensten Berufszweigen selbständig machten, jedoch wurden sie bis 1940 offiziell noch als Portugiesen geführt, erst danach galten sie als US-Bürger.

Insbesondere im Baugewerbe/der Architektur des 19. und frühen 20.Jahrhunderts auf Hawaii zeigen sich madeirensische Einflüsse.
Die Feldarbeiter errichteten in Eigeninitiative auf den Feldern kleine Schutzhütten aus Lavasteinen, was dazu führte, daß sie aufgefordert wurden, dies auch an größeren Bauvorhaben zu demonstrieren. Und so entstand angeblich als erstes Steingebäude auf Hawaii in Honolulu ein Haus, welches heute noch das Bishop Museum ist. Bereits 1900 waren in Honolulu 34 Steinmetze portugiesischer Herkunft registriert.

Auch im Spirituosengewerbe wurden gebürtige Madeirenser tätig.
1891 gründete José Gomes Serrao aus Santo Antonio zusammen mit seinen Brüdern Luis und Alfredo nach Ablauf ihrer Arbeitsverträge ein zu diesem Zeitpunkt auf Hawaii einmaligen Spirituosenhandel, wo sie in erster Linie Auguardente, dann aber auch Wein aus eigenem Anbau anboten.
Bis zum Beginn der Prohibition im Jahre 1929 florierte das Geschäft, danach versuchte man es mit Fruchtsäften, was aber nicht so gut funktionierte, und so existierte der Laden nur noch bis Beginn des zweiten Weltkrieges.

Besonders bemerkenswert ist in Zusammenhang mit der Immigration von Madeira nach Hawaii die Geschichte der Entstehung der Ukulele, heute dem hawaiianischen Musikinstrument schlechthin.
Der Urahn der hawaiianischen Ukulele ist wohl ein madeirensisches Instrument namens „Braguinha“, oft auch „Machete“ genannt- ist, welche von den Auswanderern Augusto Dias, José do Espírito Santo, Manuel Nunes, João Luís Correia und João Fernandes von Bord des englischen Schiffes „Ravenscrag“ bei der Anlandung am 23.August 1879 mitgebracht wurde.

Der schon oben genannte João Fernandes der Erste gewesen sein, der öffentlich auf Hawaii eine Bragiunha gespielt haben soll, während sein Mit-Passagier Manuel Nunes dann begann, die Instrumente -leicht abgewandelt- selbst zu bauen
und nach Ablauf ihrer fünfjährigen Arbeitsverträge zusammen eröffnete er mit João Fernandes im Jahre 1884 in Honolulu einen Laden für Möbel und Musikinstrumente.
Als Vater der Ukulele gilt somit heute eben dieser Manuel Nunes, aber auch Augusto Dias und José do Espírito Santo betrieben ab 1884 bzw. 1888 eigene Instrumentengeschäfte und gelten heute als Ukulele-Pioniere.
Manuel Nunes betrieb seine Ukulele-Fabrikation länger als alle anderen über 40 Jahre lang in Honolulu.
Geboren am 14.Juni 1843 in Funchal, emigrierte er im Alter von 36 Jahren zusammen mit den 4 Kindern seiner früh verstorbenen ersten Gattin und mit seiner zweiten Ehefrau Isabel. Auf Hawaii wurden weitere 5 Kinder geboren. Als Isabel in im Jahre 1917 verstarb, zog er sich aus dem Geschäft zurück. Manuel Nunes verstarb am 9. Juni 1922 in Honolulu und ist auf dem King Street Cemetery begraben.
https://www.ukulele.org/?Inductees:1997-1998:Manuel_Nunes

João Fernandes, Augusto Dias und João Luís Correia bildeten später ein auf Hawaii sehr populäres Trio, welches auch oft auf Einladung des Herrschers im königlichen Palast spielte.
Neben der Ukulele spielten sie dabei auch die Rajão (eine madeirensische Gitarre), das von den Kapverden stammende Ferrinho und das in Mitteleuropa entwickelte Akkordeon.
https://en.wikipedia.org/wiki/Raj%C3%A3o https://en.wikipedia.org/wiki/Ferrinho

Weiter erwähnenswert wäre dann noch der gebürtig aus Paul do Mar stammende Manuel de Jesus Coito (geboren 1876 in Paul do Mar, gestorben 1957 in Honolulu), der zusammen mit seinem Onkel António Joaquim de Freitas und Maria Violante de Freitas Artikel für die portugiesische Zeitung von Honolulu verfasste, sich aber auch als Dichter und Chronist der portugiesischen Einwanderer einen Namen machte.



Dazu dann noch ein Video mit einem Rundgang über den katholischen Friedhof (S.King Street Cemetery) in Honolulu, u.a. mit den Grabstellen von Manuel und Izabel Nunes, und bei 0:56 ist auch der Grabstein des John Perry (Perreira) zu sehen, einem Sohn des oben genannten Konsuls Jason Perry/ vormals Jacinto Perreira.
Auffällig sind dabei die vorwiegend portugiesischen Namen. Das erklärt sich daraus, daß die portugiesischen Einwanderer ihrer Herkunft entsprechend katholisch waren, während die sonstige Bevölkerung auf den Hawaii-Inseln im 19. und frühem 20. Jahrhundert bereits dem evangelischen / protestantischen Glauben zugehörig war.



.../...

23.04.19 04:24
wauzih 

Administrator

Re: Auswanderung von Madeira nach Hawaii

Eine bedeutende Rolle spielten in der Einwanderungsgeschichte mehrere Selbsthilfegruppen der portugiesischen Emigranten, insbesondere während der ersten beiden Generationen.
Einige dieser Gruppen waren die Sociedade Lusitana Beneficente de Havai, die Sociedade Portuguesa de Santo António Beneficente de Havai, die Court Camões, die Sociedade Madeirense, die Sociedade Beneficente de São Martinho und die Redmen.
Die erste Gesellschaft war die Sociedade Portuguesa de Santo António Beneficente de Havai, die 1877 gegründet wurde und ihre Tätigkeit am 1. April 1965 beendete. Die meisten anderen dieser Hilfevereinigungen lösten sich während des zweiten Weltkrieges auf.


(noch nicht so wirklich ganz fertig, d.h. in Bearbeitung)

23.04.19 18:02
madBee 

Madeira-Strelitzie

Re: Auswanderung von Madeira nach Hawaii

Hallo wauzih,

das Thema scheint Dich ja wirklich mächtig zu interessieren. Da wird jetzt am Samstag die DVD "Portuguese in Hawaii" in Ponta do Sol im Centro John dos Passos gezeigt, aber da werde ich nicht hingehen. Die habe ich aber auch gerade bei Amazon gesehen.

Müsstest Du nicht noch im Bett liegen, wenn Du das alles schreibst? Halb fünf - ist das deutsche Zeit, die ich hier angezeigt bekomme?
Vielleicht besser dem wauzihkörper etwas mehr Ruhe gönnen?!

Besorgte Grüße,
madBee

24.04.19 08:01
mrjasonaut 

Madeira-Strelitzie

Re: Auswanderung von Madeira nach Hawaii - Seitenthema

Bei den obigen Stichworten und Gedanken bei unseren Forumsmembers fiel mir ein Lieblingsbuch von einem Lieblingsschriftsteller wieder ein, das ich für ruhelose Mussestunden oder schlaflose Nächte gerne empfehle:

https://www.zeit.de/video/2011-11/127589...s-lesetipp-gold

PS. Der Zusammenhang zum Thema oben ist darin zu sehen, dass Suter seinerzeit Kanaken als Arbeitskräfte von Hawaii holte.

https://www.welt.de/kultur/article154409...wort-wurde.html

Jasonaut.

Zuletzt bearbeitet am 24.04.19 08:15

24.04.19 09:09
wauzih 

Administrator

Re: Auswanderung von Madeira nach Hawaii

na, besten Dank für Eure Besorgnis um meine Ruhegewohnheiten, ist nur etwas anders gelagert als vermutet:
ich hatte gestern Nacht noch mit den routinemäßigen Nacharbeiten einer Osterveranstaltung zu tun,
sprich Abnahme und Dokumentation des ordnungsgemäßen Zustandes des Festivitätsgeländes während und nach dem Abbau,
da war so um 3 Uhr ferttich, und als meinereiner dann wieder zuhause war und Frauchen nicht allein frühtücken sollte, hab ich mir die Zeit bis dahin damit vertrieben,
den Krams oben nochmal durchzugucken und reinzustellen-
wollte ich auch ganz gern an dem Tag gemacht haben, weil's vom Datum im Zusammenhang paßt (der 23.4.2019 ist der 140. Jahrestag der Abfahrt des Auswandererschiffes "Ravenscarg" ab Funchal) auch wenn's noch nicht so gaaanz komplett fertig war und ist.

Na, und für solche Sachen hab ich halt 'ne kleine Schwäche, Grund dafür ist wohl, daß ich vor ein paar Jahren mal nach dem Verbleib von einigen ausgewanderten Verwandten gewuselt hatte,
ein Großonkel und ein Ur-Großonkel mütterlicherseits waren mal nach Nordamerika ausgewandert,
ein anderer aus der Sippe nach Südafrika-
find ich ganz interessant, sowas,
wobei man da auch immer bedenken muss, daß solche Abläufe oft aus irgendwelchen frommen Erzählungen rekonstruiert werden,
frei nach dem Motto, wenn eine Geschichte nur oft genug erzählt wird, dann wird sie irgendwann von selbst zur Wahrheit

*tschaui*

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