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Infos, Tipps und Austausch zu Leben und Urlaub auf Madeira

 


Regierungsmitglied/er unter Korruptionsverdacht
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17.04.24 12:13
Espadarte 

Madeira-Strelitzie

Re: Regierungsmitglied/er unter Korruptionsverdacht

madBee:


Die PSD war hier in Madeira eben seit Anbeginn an Regierung und Macht, und es ist vermutlich schwierig , Korruption bei Ausschreibung oder der Vergabe von Aufträgen zu beweisen.
Vermutlich fürchten auch viele Menschen, mit einem "falschen" Parteibuch keinen Job zu bekommen.


Zwischen der Regierung Madeiras und der lokalen Wirtschaft herrscht seit langem ein gutes Einvernehmen. Die Regierung ist stets bemüht bei Auftragsvergaben den alteingesessenen Madeirenser Unternehmen den Vorrang zu verschaffen, sei es in der Bauwirtschaft, dem Handwerk, der Agrarwirtschaft oder dem Transportwesen. Das hat noch lange nichts mit Korruption zu tun und nur so wird das Geld im Land bzw auf der Insel belassen und die Arbeitsplätze gesichert. Für diese gute Zusammenarbeit ihrer Arbeitgeber mit der Regierung zeigen sich die Arbeitnehmer dann bei Wahlen wiederum dankbar.

Fährt in den USA ein Ferrari vorbei dann hoffen junge Leute auch dereinst solchen Wohlstand durch Leistung zu erringen. In Europa diskutiert man darüber wie korrupt und ausbeuterisch der Ferrarifahrer wohl zu seinem Geld gekommen ist.

"es ist vermutlich schwierig , Korruption bei Ausschreibung oder der Vergabe von Aufträgen zu beweisen." - leicht aber solches zu unterstellen.

17.04.24 16:59
Vogel 

Madeira-Strelitzie

Re: Regierungsmitglied/er unter Korruptionsverdacht

Als Mitglied der EU müssen auch auf Madeira die geltenden Ausschreibungsregeln beachtet werden, ebenso wie alle anderen EU-weit geltenden Vereinbarungen.


Besten Gruß,
Chris

18.04.24 22:44
Jardineira 

Madeira-Strelitzie

Re: Regierungsmitglied/er unter Korruptionsverdacht

Espadarte:
madBee:


Die PSD war hier in Madeira eben seit Anbeginn an Regierung und Macht, und es ist vermutlich schwierig , Korruption bei Ausschreibung oder der Vergabe von Aufträgen zu beweisen.
Vermutlich fürchten auch viele Menschen, mit einem "falschen" Parteibuch keinen Job zu bekommen.


Zwischen der Regierung Madeiras und der lokalen Wirtschaft herrscht seit langem ein gutes Einvernehmen. Die Regierung ist stets bemüht bei Auftragsvergaben den alteingesessenen Madeirenser Unternehmen den Vorrang zu verschaffen, sei es in der Bauwirtschaft, dem Handwerk, der Agrarwirtschaft oder dem Transportwesen. Das hat noch lange nichts mit Korruption zu tun und nur so wird das Geld im Land bzw auf der Insel belassen und die Arbeitsplätze gesichert. Für diese gute Zusammenarbeit ihrer Arbeitgeber mit der Regierung zeigen sich die Arbeitnehmer dann bei Wahlen wiederum dankbar.

Fährt in den USA ein Ferrari vorbei dann hoffen junge Leute auch dereinst solchen Wohlstand durch Leistung zu erringen. In Europa diskutiert man darüber wie korrupt und ausbeuterisch der Ferrarifahrer wohl zu seinem Geld gekommen ist.

"es ist vermutlich schwierig , Korruption bei Ausschreibung oder der Vergabe von Aufträgen zu beweisen." - leicht aber solches zu unterstellen.

Wenn zwischen Regierung und lokaler Wirtschaft gutes Einvernehmen herrscht und Arbeitnehmer sich bei Wahlen dankbar zeigen, dann bedeutet es nichts anderes, als dass für die Kleinen immer ein paar Krümel abfallen, wenn sich die Großen an den reich gedeckten Tisch setzen.

"Dankbar" ist hier schon längst niemand mehr. Die Alten, die so gut wie keine Bildung genießen konnten, machen ihr Ding und kümmern sich nicht um das, was die da oben treiben. Junge Menschen, die ihren klaren und wachen Verstand nutzen, verlassen entweder die Insel oder spielen irgendwann mit.

Ob dieser Sumpf irgendwann mal trocken gelegt wird - wer weiß?

27.05.24 11:36
madBee 

Madeira-Strelitzie

Re: Regierungsmitglied/er unter Korruptionsverdacht- Neuwahlen in Madeira

Hallo,

wie bekannt gab es ja im vergangenen September Regionalwahlen, die eine Koalitionsregierung PSD (Albuquerque) mit CDS (Rodrigues) unter Duldung der PAN (Freitas) für vier Jahre legitimierten.
Nach den Durchsuchungen und Beschuldigungen auch gegen wichtige PSD-Mitglieder im März diesen Jahres wollte z.B. die PAN keine Regierung mit Albuquerque mehr dulden, auch weil es Finanzierungsprobleme bei wichtigen Projekten gab.
Schließlich beschloss der portugiesische Präsident Marcelo Rebelo de Sousa vorgezogene Neuwahlen jetzt schon Ende Mai durchführen zu lassen, auch damit eine Übergangsregierung nicht zu lange mit einem äußert begrenzten Haushaltsrahmen zurecht kommen müsse.
Diese Wahlen waren gestern. Wie immer gab es eine recht hohe Zahl von Nichtwählern (46, 6 %).

Die linken Parteien BE (= linker Block) und die CDU (kommunistische Parteien) unter dem renommierten Edgar Silva schafften es einmal mehr nicht ins Regional-Parlament..
Die national praktisch verschwundene Mitte/Rechts-Partei CDS unter Parlamentspräsident Rodrigues konnte sich immerhin im Alleingang (keine Koalitionszusage der PSD) halten.
JPP legte zu , und die rechtspopulistische Chega hat jetzt als viertstärkste Kraft vier Sitze im Parlament.

Jetzt muss Albuquerque mit den anderen Parteien verhandeln, um eine halbwegs stabile Regierung bilden zu können. Genau das wird eben weltweit immer schwieriger.

https://www.dnoticias.pt/tag/geral/regionais-2024/

https://funchalnoticias.net/2024/05/26/r...oma-da-madeira/

Grüße, madBee

Zuletzt bearbeitet am 27.05.24 11:48

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