Unser erstes Mal auf Madeira war unglaublich spannend. Bis dahin waren wir viele Jahre auf Rhodos unterwegs und hatten damals einfach mal Lust auf was Neues. Das war Sommer 2012 und mit der Quinta Alegre hatten wir genau das richtige Hotel für uns gefunden. Ein super Ausblick und eine sehr schöne Gartenanlage. Hier haben wir dann auch die nette Rezeptionistin Stefanie und den Wanderguru Manuel kennengelernt. Beide haben uns damals viele Fragen beantwortet und mit Tipps weitergeholfen. Beeindruckt waren wir von den steilen Straßen (sind wir heute noch), von den vielen kleinen Cafes und Läden und von der offenen Art der hiessigen Leute. Wir haben im ersten Urlaub auf Madeira festgestellt, dass beinahe jede Wanderung mit etlichen Höhenmetern verbunden sind. Und unser kleiner Clio schaffte es gerade mal im ersten Gang von Caletha nach Rabacal hinauf. Das Höhenlinien auf Landkarten zu beachten sind haben wir gerade bei den Levadas um Rabacal erfahren dürfen. Oft waren unsere Pläne nicht wirklich umzusetzen, aber gerade das war zu Beginn aufregend und spannend. In Funchal waren wir 2012 nur 1 x mit anderen Hotelgästen. Alte Strecke, Straßen durch die Orte und Via Expressa, was für eine Herausforderung. Am Anjos Wasserfall war damals noch nichts los und Autowaschen sehr angenehm und im Gegensatz zu heute noch einsahm .Der Tunnel zwischen Magdalena do Mar und Ponta do Sol war noch nicht offen und alle mussten durch Magdalena do Mar fahren. Auf jeden Fall war es so unglaublich schön, dass wir dieses Jahr nun unseren 31.Urlaub auf Madeira verbringen und die nette Rezeptionistin Stefanie mit Ihrer Familie unsere Freunde sind.
für all die Jahre, alle Aufenthalte als Gäste auf der Insel, alle Freunde, die wir dort gewonnen haben, sind wir dankbar. Geblieben sind uns Erinnerungen, freudige, aber auch traurige. Einiges davon haben wir in unserem Buch "Madeira maravilhosa - Wunderbares Madeira" verewigt. Nun, im Alter, verhindert "Flugangst" einen weiteren Besuch, deshalb sind wir höchst erfreut über Bilder und Berichte aus längst vergangenen Tagen. Macht bitte weiter so, in diesem Forum.
Das sind ja sehr schöne Geschichten! Ihr müsstet Eure skurrilsten Erlebnisse aufschreiben, und daraus müsste man ein Buch im Stil von "Noch ein verdammter Tag im Paradies" von Harald Körke machen. Die Geschichten müssten lustig UND informativ sein. Gibt es eine Übersicht über die Bücher, die von Foren-Mitgliedern über Madeira geschrieben wurden?
Ich habe eine völlig andere Geschichte. Ich war nie Urlauber, sondern schon immer "digital nomad". Ich habe meine Ausrüstung in einen VW-Bus T3 mit Hochaufbau gepackt, bin mit der Fähre von Cadiz auf die Kanaren gefahren und habe mich dort für üblicherweise 5 bis 6 Monate, einmal aber auch für ein ganzes Jahr, eingemietet. Zur Ausrüstung gehörten damals mein kompletter Computerarbeitsplatz mit einem 21-Zoll-Röhrenmonitor (45 kg), meine komplette Stereo-Anlage und und und. Der VW-Bus war voll. Ich hatte schon immer auch Madeira im Blick, bin dann aber doch über 20 Jahre auf den Kanaren hängen geblieben, vornehmlich auf La Palma, damals noch "la isla verde". Ich habe den Niedergang La Palmas hautnah erlebt. Das will ich hier nicht näher beschreiben. Und so bin ich nun im Winter 2024/2025 doch tatsächlich zum ersten Mal für 5 Monate auf Madeira gelandet. Zur Zeit bin ich in der ersten Wiederholung. Die Arbeitsausrüstung lässt sich mittlerweile auch im Flieger transportieren. Im Prinzip ist hier fast alles wie auf La Palma vor 20 Jahren, nur die Sprache ist anders und die Highlights sind etwas anders. Strukturen wie die Caldera de Tamburiente (7 km Durchmesser, 2 km tief) oder die Vulkanroute gibt es auf Madeira nicht, dafür ist das Gelände insgesamt extremer. Und vor allem: Madeira ist noch "verde". Zudem kommt die reduzierte Höhe --- von 2426 Meter (La Palma) auf 1860 Meter (Madeira) --- meinem fortgeschrittenen Alter sehr entgegen.
Wer von Euch hat denn schon sehr früh länger auf Madeira gelebt?
Wenn ich heute durch die Tunnel fahre, denke ich immer: Mist! Ich komme 30 Jahre zu spät!
Wer von Euch hat denn schon sehr früh länger auf Madeira gelebt? Wenn ich heute durch die Tunnel fahre, denke ich immer: Mist! Ich komme 30 Jahre zu spät
Den letzten Satz mit den Tunneln kann ich nur beipflichten. Ich habe zwar nie länger auf Madeira gelebt, aber trotzdem von 1988-2018 fast 52 Wochen insgesamt mit Langzeiturlauben verbracht. Von 1990-2010 waren es auf La Palma einige Wochen weniger. Aber ich bin sehr froh, dass ich beide Inseln noch sehr ursprünglich und abenteuerlich erlebt habe, findet der warmduscher
Ah, Madeira… was für eine Erinnerung 😍! Das erste Mal ist alles ein bisschen verrückt: die engen Serpentinenstraßen, die steilen Levadas und der kleine Clio, der bei jedem Anstieg ächzt 😅. Was ich an deinem Bericht liebe, ist dieses „Ungeplant = Abenteuer“-Gefühl: die denkwürdigsten Reisen verlaufen oft nicht nach Plan. Und dann die Begegnungen mit den Einheimischen, Stefanie an der Rezeption oder Manuel für die Wanderungen, das macht alles viel persönlicher. Auch der Kontrast zwischen den damals ruhigen Wasserfällen und dem heutigen Funchal – das zeigt, wie die Insel ihren Charme bewahrt hat. Ehrlich, nur beim Lesen bekomme ich schon wieder Lust, Koffer zu packen!