vor 3 Stunden
Daddel  Madeira-Natternkopf
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Re: Renovierung Küche Ferienwohnung
Ja, professionell, so lange man sich innerhalb der Garantiezeit bewegt, auf alle Bedingungen von Conforkitchen eingeht (Vorauszahlung ohne Bankbürgschaft), kein eigener Aufbau... Jedenfalls erhielt ich von Nobilia aus Deutschland schneller fundierte Antworten und Rückrufe als von Conforkitchen. Von Anfang an: lasst euch nicht von dem Rabattschid täuschen, das hängt immer dort. Ich war über 2,5 Jahre regelmässig dort und habe nie bemerken müssen, dass es nicht dort hing.
Die Planung ist sicher professionell. Doch wie überall in Madeira verkauft man ebenso professionell und gerne bis man das Geld hat, doch im Nachgang, im Service hängt es dann.
Ich war bei Abel Moveis in Morocos. Er zeigte mir das innere der verwendeten Pressspanplatten. Ähnlich wie Rigips: grün statt farblos weil feuchtigkeitsbeständig. Nur sahen die vorhandenen Küchenmöbel halt nicht so dolle aus. Aber die werden sowieso immer angefertigt. Gut, solch ein professionelles Planungstool wie bei Nobilia (Conforkitchen) gibt es bei Abel Moveis nicht. Mangels Sprachkenntnissen, Mustern, Ausstellungswaren, entschieden wir uns dann doch für Conforkitchen.
Ich fragte aus gutem Grund nach der Feuchtigkeitsbeständigkeit, denn wir wohnen im Norden Madeiras und haben mitunter über 70% im und ums Haus. Ich kenne Bewohner hier, die haben Belüftungslöcher mit 30mm Durchmesser in ihre Schränke gebohrt. Die meisten unserer Möbel sind aus Massivholz oder aus Holz-funiertem Presspan. Ich erhielt zur Antwort, dass die Küchen schon für die Verwnedung in allen Regionen Madeiras geeignet seien.
Das Küchenfunier ist natürlich aus Kunststoff. Lackiert wollten wir uns dann doch nicht leisten. Aber immerhin 8000 Euro, wohlgemerkt nach Abzug von den tollen 50% Rabatt für 4mtr. Länge, davon 1,5 mtr. Hochschränke und einen separaten Kochblock. Bosch Spülmaschine, Mikrowelle, AEG Ofen. Induktionsplatte hatten wir schon. D.h. Normalpreis 16.000 Euro
Da unsere Wände krumm und schief sind, wir die alte Küche natürlich noch nutzen mussten, machte ich mich auf das Schlimmste gefasst und so kam es dann auch. Nach Abbau der alten Küche musste ich Leitungen für Wasser uns Strom verlegen. Für den einzelnen Block war mir das schon klar, aber die Wände waren im Bereich der alten Küchenmöbel teilweise nicht verputzt, ich musste noch zusätzlich Kacheln anbringen da wir die Arbeitsfläche ebenfalls erweiterten. Da wollte ich mich nicht auf Monteure einlassen, die morgens kommen und abends schnell wieder weg sein wollen. Zumal wir ja am anderen Ende der Insel sind und die bestimmt keinen 2. Tag zum Aufbau dieser kleinen Küche einplanen. Auch die über Eck-Montage der Arbeitsplatte erforderte einen nicht rechten Winkel welchen ich selber anbringen, bzw. den vorhandenen 45° korrigieren wollte, da ich die dicken Silikonfugen hasse, die der Normalmonteur dann der Einfachheit halber an der Wand/Platte anbringt.
Als ich sagte, dass ich den Aufbau selbst vornehmen wolle, gingen die Mundwinkel des Profi-Verkäufers auf Schmollstellung.
Die Möbel kamen dann wie vereinbart, alles war gut. In den Füssen der schweren Hochschränke befanden sich eingesteckte Sicherungselemente um eine Beschädigung während des Transportes zu vermeiden. Mir war diese Problemlösung bis dato unbekannt und ich stand vor dem Problem, dass die noch zu montierenden Füsse nicht eingesteckt werden konnten. Ich war alleine, konnte die Schränke auch nicht auf die Seite legen und mir das von unten genau betrachten. So ging ich erstmal davon aus, dass die falschen Füsse montiert seien. Anruf bei Conforama. Ich sollte zurückgerufen werden. Das ging dann mehrmals ohne das Problem zu lösen von Dienstang bis Freitag hin und her und dann hiess es, der Verkäufer sei in Urlaub. In Deutschland bei Nobilia erreichte ich noch jemand, der mir die Demonate der Sicherungselemente mit einem Satz erklärte. Die versprochene Rückmeldung eines Monteurs kam dann gegen Ende der nächsten Woche. Muss ein Verkäufer so etwas wissen?! Nicht unbedingt, aber er hätte sich mehr bemühen können, meine ich.
Im Laufe der folgenden zwei Jahre quillte dann das Holz an mehreren Fronten an der Seite auf. Teilweise platzte sogar das Funier. Es waren auch Fronten betroffen, welche keine Feuchtigkeitsbelastung vom Kondenswasser des Ofens, der Spülmaschine, oder der Spüle abbekommen können. Ich erhielt während 24 Monaten anstandslos und ohne jede Diskussion neue Fronten. Musste diese jedoch selbst montieren. Ok, mache ich eh lieber selbst. Und habe dann eine Alufolie darübergeklebt. Mal schauen ob es was bringt. Nach den zwei Jahren war dann Schluss. Manche Fronten quillen weiter.
Merkwürdigerweise ist dieses Problem bei den Seitenwänden nicht vorhanden. Bisher jedenfalls.
Inzwischen kennen wir uns in Madeira besser aus. In ein paar Jahren werde ich einen hiesigen Schreiner beauftragen. Das kostet auch nicht mehr, die Zuverlässigkeit ist etwas geringer, aber man kann die Details besprechen und gleich Vollholzfronten und feuchtigkeitsbeständiges Holz zum gleichen Preis machen lassen.
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